SQL Server & SQL-Datenbanken
Ein SELECT ist eine Datenquelle, kein Exportlauf
Ein erheblicher Teil der Anlagendaten erreicht nie einen Protokollendpunkt. Sollwerte, Rezepturnummern, Laborergebnisse, Schichtziele und Auftragsmengen liegen oft ausschließlich in einer MES-, ERP- oder LIMS-Tabelle. Der SQL-Treiber von ScadaHud bindet diese Spalten direkt an Tags: Sie schreiben ein SELECT, und dessen Ergebnisse werden zu Live-Werten, die sich genau wie Werte aus einer SPS verhalten.
Was ist SQL?
Ein "SQL-Protokoll" im Feldbus-Sinn gibt es nicht. Was es in nahezu jeder Anlage gibt, ist eine relationale Datenbank mit genau dem Kontext, den das Steuerungsnetz nicht transportiert. ScadaHud verbindet sich über die jeweiligen Standard-Clientbibliotheken mit Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL / MariaDB und SQLite, führt Ihre Abfrage im eingestellten Intervall aus und bildet das Ergebnis auf Tags ab. Der Treiber ist bewusst nur lesend: Ein an ein SELECT gebundenes Tag hat kein sinnvolles Rückschreibeziel, deshalb wird ein Schreibvorgang abgelehnt statt geraten.
Was der ScadaHud-Treiber unterstützt
- Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL / MariaDB und SQLite
- Abfragegruppen: Alle Tags einer gemeinsamen Abfrage lösen genau eine Ausführung pro Poll aus, nicht eine Abfrage pro Tag
- Spaltenmodus: eine breite Messwertzeile, in der jedes Tag seine eigene Spalte liest
- Zeilenmodus: eine Schlüssel/Wert-Tabelle, in der jedes Tag seine Zeile über eine Schlüsselspalte findet
- Parametrisierte Abfragen: @Platzhalter werden als echte Datenbankparameter aus Konstanten oder den Live-Werten anderer Tags gebunden, niemals als Textverkettung
- Tags bleiben gewöhnliche skalare Tags, sodass Historian, Alarme, Skalierung und berechnete Tags weiterhin funktionieren
- Konfigurierbares Polling, Deadband, Retry und Reconnect
- Bewusst nur lesend: Ein Schreibvorgang auf ein SQL-gebundenes Tag wird abgelehnt und nie in ein geratenes UPDATE übersetzt
Häufige Anwendungsfälle
- Sollwerte, Rezepturen und Schichtziele aus einer MES- oder ERP-Tabelle
- Labor- und Qualitätsergebnisse aus einem LIMS, getrendet und alarmiert neben den Prozesswerten
- Fertigungsaufträge und Chargennummern als Kontext auf Prozessbildern und Dashboards
- Zähler- oder Abrechnungswerte, die ein anderes System bereits in eine Datenbank geschrieben hat
- Anbindung einer Altanwendung, die eine Datenbank, aber keine Protokollschnittstelle besitzt
Microsoft SQL Server, PostgreSQL, MySQL, MariaDB und SQLite. In der Praxis: jedes MES, ERP, LIMS, Historian oder Fachanwendung auf Basis einer dieser Datenbanken.
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Buchen Sie eine 30-minütige Live-Demo mit einem unserer Lösungsingenieure. Wir verbinden uns mit einer Beispiel-SPS und führen Sie durch Tags, Alarme, Mimics, den Digital Twin und Historian-Abfragen.
